Berufsschulen: Neuer Name und neue Herausforderungen

Berufsschulen: Neuer Name und neue Herausforderungen

Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hat eine Umbenennung der 25 Oberstufenzentren (OSZ) im Land angeregt. Das Wort «Berufsbildung» müsse bereits im Titel auftauchen, sagte Ernst am Montag in Potsdam. Schulabgänger müssten sich vorstellen können, was sie dort erwartet: der schulische Teil der dualen Ausbildung. An den Oberstufenzentren werden derzeit 22 000 Jugendliche von 1850 Lehrern ausgebildet.

Vorgestellt wurde eine Studie im Auftrag des Ministeriums zur Situation der öffentlichen beruflichen Schulen. Es sei schwierig, künftige Schülerzahlen genau zu prognostizieren, sagte Andreas Dittrich, einer der Autoren von der Universität Rostock. Auch fehlten in Brandenburg geeignete Berufsschullehrer, da sie im Land nicht ausgebildet werden. Es müsse zudem gelingen, die Lehrer von Aufgaben zu entlasten, die nichts mit der Ausbildung zu tun haben.
Angesichts der Herausforderungen an die berufliche Bildung in Brandenburg soll nach Angaben Ernsts künftig regelmäßig ein Bericht die Situation der Berufsschulen analysieren. Das solle etwa alle zwei bis drei Jahre geschehen, sagte sie.
Ziele blieben der Erhalt möglichst wohnort- und betriebsnaher Schulen und die Erhöhung ihrer Attraktivität, sagte die Ministerin. Zu beachten sei das Berufswahlverhalten der Jugendlichen mit dem zunehmenden Trend zur Akademisierung. «Die Gleichwertigkeit der beruflichen Ausbildung muss deutlicher werden.» Aus dem Brandenburg zur Verfügung stehenden 150 Millionen Euro aus dem Digitalpakt werden nach ihren Angaben 15 Millionen Euro ausschließlich in die OSZ fließen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 17. Juni 2019 16:50 Uhr

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