Waldbrände: Woidke bittet Bund um Hilfe

Waldbrände: Woidke bittet Bund um Hilfe

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD)) dringt bei der Bundesregierung auf Unterstützung durch Löschhubschrauber im Kampf gegen Waldbrände.

Waldbrände in Brandenburg

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Ein Schild weist nach langer Trockenheit die Waldbrandgefahrenstufe 5 aus. Foto: Monika Skolimowska/dpa/Archiv

«Ich habe Frau Bundeskanzlerin gebeten, bei der Beschaffung von Hubschraubern auch auf die Katastrophenschutz-Einsatzfähigkeit zu achten», sagte Woidke am Donnerstag im Landtag in Potsdam. In einem Schreiben an Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) heißt es, die Bundeswehr sei zum Schutz der zivilen Bevölkerung wichtig. Es sei zur Bekämpfung von Waldbränden nicht sinnvoll, voneinander unabhängige Systeme der Hilfeleistung zu unterhalten. Die «Märkische Allgemeine» berichtete am Donnerstag über den Brief.
Die CDU-Opposition sieht Brandenburg nicht ausreichend für Waldbrände vorbereitet. CDU-Fraktionschef Ingo Senftleben legte fünf Forderungen vor: «Wir wollen, dass jeder Kamerad und jede Kameradin in Brandenburg ihre persönliche Schutzausrüstung bekommt», sagte Senftleben. Nötig seien zudem mehr hauptamtliche Feuerwehrleute, das gemeinsame Entfernen von Munition aus dem Boden, die Ansiedlung einer europäischen Flugzeugstaffel in Brandenburg und die Gleichbehandlung aller Rettungskräfte.
Beim größten Waldbrand in Brandenburg in den vergangenen Jahrzehnten standen auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog vor einigen Tagen zeitweise 744 Hektar in Flammen. Das entspricht einer Fläche von mehr als 1000 Fußballfeldern. Die Regierung hatte nach den großen Waldbränden 2018 einen Zehn-Punkte-Plan aufgelegt, nicht alle Punkte sind aber bisher komplett umgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 13. Juni 2019 11:43 Uhr

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