Misshandlung: Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft

Misshandlung: Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft

Im Prozess wegen Misshandlung eines inzwischen gestorbenen kleinen Mädchens hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe für den Vater gefordert. Auch die Nebenklage habe sich der Forderung angeschlossen, teilte das Landgericht Frankfurt (Oder) am Mittwoch mit. Am 12. Juni soll das Urteil gesprochen werden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord durch Unterlassen und die Misshandlung Schutzbefohlener vor. Über Monate soll er sein Kind in der Wohnung in Eberswalde unter anderem geschlagen, vernachlässigt, verletzt und zwangsgefüttert haben. Das Mädchen soll auch eine Treppe hinunter gestürzt sein. Einen Arzt soll der Mann zunächst nicht gerufen haben, erst als das verletzte Kind kollabierte. Das Mädchen starb im April 2018 in einem Kinderheim im Alter von drei Jahren.
Am kommenden Freitag (7. Mai) soll die Verteidigung des Angeklagten plädieren.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 29. Mai 2019 17:40 Uhr

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