Ministeriumsumzug: Cottbuser OB enttäuscht über Debatten

Ministeriumsumzug: Cottbuser OB enttäuscht über Debatten

Die heftigen Debatten um den geplanten Ministeriumsumzug von Potsdam nach Cottbus findet der dortige Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) enttäuschend. «Als Kommunalpolitiker spüre ich am ehesten, dass Unverständnis und auch Frust bei den Leuten erneut wachsen», schrieb Kelch am Mittwoch in einer Mitteilung. Cottbus müsse Regierungsstandort werden, um die Folgen des Strukturwandels zu mildern und neue Jobs zu schaffen. «Wir dürfen nicht alles zerreden, das merken die Leute».

Holger Kelch (CDU)

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Holger Kelch (CDU), Oberbürgermeister von Cottbus. Foto: Patrick Pleul/Archivbild

Den Grund für wachsenden Unmut sieht er auch bei der Bundesregierung, die Entscheidungen zum Strukturwandelgesetz verschiebe. Zudem werde der Umzug eines Ministeriums nach Cottbus auf eine Art debattiert, die Perspektiven für die Lausitz vermissen lasse.
Die Oppositionsfraktionen CDU und Grüne im Brandenburger Landtag fordern von der rot-roten Regierung, die Pläne für einen Umzug des Wissenschaftsministeriums von Potsdam nach Cottbus zu stoppen. Auch aus Reihen der SPD-Fraktion und von den Beschäftigten des Ministeriums gibt es Kritik an dem Vorhaben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 8. Mai 2019 14:10 Uhr

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