Streit um den Bunker Harnekop

Streit um den Bunker Harnekop

Mehrere Rechtsstreitigkeiten um den ehemaligen DDR-Atombunker Harnekop stellen das Nutzungskonzept des historischen Ortes nordöstlich von Berlin in Frage. In dem Konflikt gehen Eigentümer und das Amt Barnim-Oderbruch juristisch gegen zwei Pächter des Geländes vor. Das Brandenburger Landesdenkmalamt sieht den Erhalt des Denkmals durch die Auseinandersetzung gefährdet. Dabei geht es zum einen um die Nutzung des Bunkers, zum anderen um Veranstaltungen auf den Außenanlagen.

Atombunker Harnekop

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Aufenthaltsraum des Verteidigungsministers im Bunker Harnekop. Foto: Bernd Settnik/Archiv

Das Amt Barnim-Oderbruch hatte dem Verein Natur & Kultur Freunde e.V. im Sommer vergangenen Jahres untersagt, das oberirdische Gelände weiter als Veranstaltungsort für Musikfestivals zu nutzen. Der Verein hat dagegen geklagt. Gegen einen zweiten Pächter geht der Eigentümer des Bunkergeländes, eine Grundstücksgesellschaft aus Potsdam, derzeit mit einer Räumungsklage vor. Die soll am 5. Juni vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) verhandelt werden. Der Verein für Erinnerung und Bewahrung von Zeitgeschichte (VEB) betreut den unterirdischen Bunker und bietet Führungen durch das Baudenkmal an.
Das Gelände gilt als eines der wichtigsten historischen Zeugnisse des Kalten Krieges. Der Bunker war in den 1970er Jahren errichtet worden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 7. Mai 2019 06:10 Uhr

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