Bauhaus in Gotha: Start für Schlemmer-Schau

Bauhaus in Gotha: Start für Schlemmer-Schau

Startschuss für die nächste Etappe im Bauhaus-Jahr: 100 Jahre nach der Gründung der prägenden Gestaltungsschule in Weimar zeigt das Herzogliche Museum in Gotha ab Samstag Werke des berühmten Bauhaus-Meisters Oskar Schlemmer (1888-1943). Schlemmer gilt als der wohl vielseitigste Bauhaus-Meister. Er war unter anderem Bildhauer, Maler und Choreograph. Bauhausgründer Walter Gropius holte ihn 1921 nach Weimar, wo er die Wandmalereiabteilung leitete und Aktzeichnen unterrichtete. Später leitete er auch am Bauhaus in Dessau die Bühnenwerkstatt. Er setzte bei seinen Skulpturen, Zeichnungen und Kostümen besonders auf geometrische Formen.

Ausstellung zu Oskar Schlemmer in Gotha

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Die Ausstellung «Oskar Schlemmer - Das Bauhaus und der Weg in die Moderne» ist im Herzoglichen Museum Gotha zu sehen. Foto: Martin Schutt

Schlemmer war zwar Mitglied in der Reichskulturkammer. Den Nazis galt seine Kunst aber als entartet und sie verschwand aus öffentlichen Sammlungen. Heute zählen Schlemmers Arbeiten zu wertvollen Zeugnissen der Moderne.
Erbstreitigkeiten um seinen Nachlass erschwerten in der Vergangenheit Ausstellungen über den Künstler. Für die Gothaer Schau «Oskar Schlemmer - Das Bauhaus und der Weg in die Moderne» ist es der Stiftung Schloss Friedenstein gelungen, rund 80 Werke aus verschiedenen Schaffensphasen Schlemmers zusammenzuführen. Auch seltene Arbeiten aus Privatbesitz sind darunter.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 27. April 2019 10:00 Uhr

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