«Lila Bäcker» will Standort in Dahlewitz verkleinern

«Lila Bäcker» will Standort in Dahlewitz verkleinern

Der Produktionsstandort der insolventen Bäckereikette «Lila Bäcker» im brandenburgischen Dahlewitz soll verkleinert werden. Die auch unter dem Namen «Unser Heimatbäcker» bekannte Firma beabsichtige, «Veränderungen am Standort Dahlewitz umzusetzen», erklärte ein Sprecher am Donnerstagabend. Es seien Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen worden, die aber noch nicht abgeschlossen seien. Wie viele Mitarbeiter ab wann betroffen sein werden, sagte der Sprecher nicht. «Klar ist aber, dass Dahlewitz als Logistik- und Distributionsstandort erhalten werden soll», sagte er.

Eine Tüte und ein Becher stehen auf einem Tisch

© dpa

Eine Tüte und ein Becher stehen auf einem Tisch. Foto: Jens Büttner/Archivbild

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hatte berichtet, dass die Bäckerei- und die Konditoreiabteilung des Werkes bereits zum 30. April geschlossen werden sollte und 60 Menschen ihren Job verlören. Dabei berief sich die Gewerkschaft auf Informationen des Betriebsrates.
In Dahlewitz arbeiten früheren Angaben zufolge rund 120 Beschäftigte. Die Mitarbeiter seien laut NGG bislang nicht offiziell über die Veränderungen informiert worden. «Diese Maßnahme und insbesondere die Vorgehensweise ist aus unserer Sicht verantwortungslos und nicht tragbar», hatte Gewerkschaftssekretärin Birgit Weiland erklärt.
Dies wies das Unternehmen am Freitag in einer weiteren Mitteilung zurück. Es sei ein anerkanntes Vorgehen, den Betriebsrat stellvertretend für die gesamte Belegschaft zu informieren. Die Dahlewitzer Angestellten sowie weitere Beschäftigte seien noch am Donnerstagabend per Rundschreiben in Kenntnis gesetzt worden, zusätzlich solle es eine Betriebsversammlung geben.
Vor Ostern hatte das Unternehmen bestätigt, sich von rund 70 Standorten in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin/Brandenburg zu trennen. Zum Schicksal des Standorts Dahlewitz hatte sich der Sprecher nicht geäußert. Gegen die Firma mit insgesamt rund 2700 Mitarbeitern war am 1. April das Insolvenzverfahren eröffnet worden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. April 2019 14:40 Uhr

Weitere Meldungen