Forschungsprojekt: Schwimmendes Haus versorgt sich selbst

Forschungsprojekt: Schwimmendes Haus versorgt sich selbst

Zu den Forschungsprojekten des Fraunhofer-Instituts gehört seit Dienstag offiziell ein schwimmendes Haus auf dem Bergheider See bei Finsterwalde (Landkreis Elbe Elster). Das sogenannte Autotartec-Haus des Instituts wurde vom Bund mit rund 14 Millionen Euro gefördert. Das Land unterstützt dort die touristische Infrastruktur aus Mitteln des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung mit bisher rund 5,6 Millionen Euro.

Infrastrukturstaatssekretärin Ines Jesse (SPD) sagte, die Lausitzer Forschungslandschaft sei um ein neues Projekt reicher. «Für die künftige Entwicklung der Lausitz auch nach dem Ende des Kohlebergbaus bedarf es von allen Beteiligten Engagement, Mut und Tatkraft.»
Ein Autotartec-Haus versorgt sich nach Angaben des Instituts selbst: Sonne liefert Strom, die Wände speichern Wärme, eine Minikläranlage reinigt das Wasser. Die neue Seenlandschaft als Standort für das Haus habe auch praktische Gründe: Viele der Seen in der Lausitz haben noch keine Infrastruktur wie Wasser- und Stromleitungen, wie es vom Fraunhofer- Institut hieß. Die Projektpartner wollen deshalb Lösungen entwickeln, die auch in anderen Gebieten ohne existierende Infrastruktur funktionieren können.
In der Lausitz entsteht durch die Flutung früherer Tagebaue das größte künstliche Seengebiet Europas.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 16. April 2019 18:10 Uhr

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