Woidke und Münch erinnern an Opfer des Nationalsozialismus

Woidke und Münch erinnern an Opfer des Nationalsozialismus

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Kulturministerin Martina Münch (beide SPD) haben am Sonntag in den KZ-Gedenkstätten Ravensbrück und Sachsenhausen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. «Es darf kein Gras über diese schreckliche Vergangenheit wachsen. Wir müssen immer wieder aufs Neue hinterfragen, wie es passieren konnte, dass unschuldige Menschen eingesperrt, gefoltert und getötet wurden», mahnte Woidke im ehemaligen Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück (Oberhavel).

Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus

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Gedenken an der Station Z des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen. Foto: Bernd Settnik/Archivbild

«Lager wie Sachsenhausen stehen für schlimmste Zerstörungen der Individualität und der Humanität - hier wurden Menschen systematisch erniedrigt und ihrer Würde beraubt», betonte Ministerin Münch bei der Gedenkveranstaltung zum 74. Jahrestag der Befreiung des Lagers am Sonntag. Erinnerungsorte wie dieser mahnten, was passiert, wenn einer Gesellschaft Menschlichkeit, Empathie, Toleranz und Zivilcourage verloren gingen.
Im KZ Sachsenhausen wurden zwischen 1936 und 1945 mehr als 200 000 Menschen aus vielen europäischen Ländern inhaftiert. Zehntausende von ihnen starben an den Haftbedingungen oder wurden Opfer von Mordaktionen der SS. In Ravensbrück wurden 1939 bis 1945 etwa 120 000 Frauen und Kinder, 20 000 Männer und 1200 weibliche Jugendliche als Häftlinge registriert. Am 22. und 23. April 1945 befreiten sowjetische und polnische Soldaten Sachsenhausen. Ravensbrück wurde am 30. April 1945 von der Roten Armee befreit.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 14. April 2019 18:30 Uhr

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