Ab Sommer voraussichtlich Ausnahmegenehmigung für Bogenjagd

Ab Sommer voraussichtlich Ausnahmegenehmigung für Bogenjagd

Die Jagd mit Pfeil und Bogen auf Wildschweine in Stahnsdorf und Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) kann voraussichtlich im Sommer beginnen. Bis dahin lägen aus seiner Sicht die Genehmigungen für das Modellprojekt vor, sagte Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) am Donnerstag in der Fragestunde des Landtages.

Dann könne die Untere Jagdbehörde im Einzelfall prüfen, ob Jäger eine Jagdgenehmigung und eine erforderliche Befähigung für die Jagd mit Pfeil und Bogen haben. Sie entscheide dann auch über die zeitliche und räumliche Begrenzung des Projektes.
Er wisse, wie schwierig die Bejagung in Siedlungsbereichen sei, sagte Vogelsänger. In 17 europäischen Ländern sei die Bogenjagd aber erlaubt. Der Minister appellierte an die Bewohner in betroffenen Orten, selbst aktiv zu werden und den Wildschweinen keine Nahrungsquellen beispielsweise mit offenen Komposthaufen zu bieten. Vogelsänger rechnet zudem mit einem erfolgreichen Ausgang der Ausschreibung zur wissenschaftlichen Begleitung.
In Deutschland ist die Bogenjagd seit 1976 laut Bundesjagdgesetz verboten. Der Jäger muss für einen sicheren Schuss bis maximal 25 Meter an sein Ziel herankommen. Für die Bogenjagd hat der zuständige Jagdpächter in Stahnsdorf ein Ausnahmegenehmigung beantragt. Etwa 70 Wildschweine werden pro Jahr in der Gemeinde gesichtet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 11. April 2019 17:50 Uhr

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