Landes-Umfrage: Rot-Rot und AfD verlieren, Grüne legen zu

Landes-Umfrage: Rot-Rot und AfD verlieren, Grüne legen zu

Fünf Monate vor der Landtagswahl in Brandenburg verlieren die Parteien der rot-roten Koalition weiter an Zustimmung. Das zeigt der neue Brandenburg-Trend des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap im Auftrag von RBB und Antenne Brandenburg. Die AfD rutscht demnach deutlich ab und auch die CDU verzeichnet leichte Verluste. Die Grünen legen hingegen deutlich zu. Deren Spitzenkandidatin Ursula Nonnemacher zeigte sich am Abend erfreut über den Wachstumstrend: «Die Umfrageergebnisse geben Rückenwind für die anstehenden Wahlkämpfe in diesem Jahr.»

Hand hält Karte zur Abstimmung in die Höhe

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Teilnehmer hält bei Landesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg Abstimmungskarte hoch. Foto: Christoph Soeder/Archivbild

Wenn am Sonntag Wahl wäre, käme die SPD auf 22 Prozent, die Linke auf 16 Prozent. Beide Parteien verlieren im Vergleich zu September je einen Prozentpunkt und liegen in der Umfrage damit so niedrig wie nie zuvor. 51 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden (+2 Punkte).
Nach Verlust von vier Punkten fällt die AfD auf 19 Prozent und liegt auf Platz 3 knapp hinter SPD und CDU. Die CDU käme auf 20 Prozent (minus 1 Punkt). Die Grünen legen als einzige Partei zu und würden mit 12 Prozent (+5) zweistellig abschneiden. Die FDP käme mit 5 Prozent ebenfalls in den Landtag. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), der als Spitzenkandidat in den Landtagswahlkampf zieht, bleibt der bekannteste und beliebteste Politiker in Brandenburg. 55 Prozent der Befragten sind zufrieden mit seiner Arbeit.
Wenige Wochen vor den Kommunalwahlen am 26. Mai kann ein Drittel der Befragten (32 Prozent) zudem keine Partei oder Liste benennen, der sie zutrauen, die wichtigsten Probleme vor Ort zu lösen. Das Vertrauen in die kommunalpolitische Kompetenz konzentriert sich etwa gleich stark auf SPD (20 Prozent) und CDU (19 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen Linkspartei (8 Prozent), Grüne und AfD (jeweils 4 Prozent) sowie BVB/Freie Wähler (3 Prozent).
Für den Brandenburg-Trend wurden vom 2. bis 6 April 1000 Wahlberechtigte repräsentativ befragt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 9. April 2019 20:50 Uhr

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