Gesperrte Havel: Rot-Rot will über finanzielle Hilfe beraten

Gesperrte Havel: Rot-Rot will über finanzielle Hilfe beraten

Nach der Sperrung der Oder-Havel-Wasserstraße bei Oranienburg haben sich die rot-roten Regierungsfraktionen für finanzielle Hilfen für die Schifffahrt und den Wassertourismus ausgesprochen. «Die Sperrung dieser Wasserstraße über Wochen hat erhebliche wirtschaftliche und touristische Auswirkungen», sagte Linke-Fraktionschef Ralf Christoffers am Dienstag. Es solle auch geprüft werden, ob bei solch einem unvorhersehbaren Ereignis wie dem Verdacht auf eine Bombe Versicherungen der Schifffahrt greifen könnten.

Ralf Christoffers

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Ralf Christoffers, Fraktionsvorsitzender der Linken im Brandenburger Landtag. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

SPD-Fraktionschef Mike Bischoff sprach sich für eine Unterstützung der Unternehmen aus. «Es gibt in Brandenburg Förderinstrumente, mit denen Firmen, die aus externen Gründen in Not geraten, geholfen werden kann», sagte Bischoff. Dies könnten etwa Überbrückungskredite und Bürgschaften sein. «Es darf nicht passieren, dass Unternehmen aus Folgen des Zweiten Weltkriegs in existenzielle Not geraten», sagte der Fraktionschef.
Auf einer Kleingartenanlage am Havelufer war vergangene Woche bei der systematischen Kampfmittelsuche in sieben Meter Tiefe ein Objekt entdeckt worden, bei dem es sich nach Einschätzung der Experten wahrscheinlich um eine Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Da zur Freilegung des Objekts wegen des hohen Grundwasserspiegels Spundwände gebaut werden müssen, bleibt die Wasserstraße aus Sicherheitsgründen bis mindestens Ende Mai gesperrt.
Damit ist die Schiffahrts-Route Berlin-Stettin blockiert. Eine Umfahrung über den Oder-Spree-Kanal und die Oder ist wegen des niedrigen Wasserstands des Flusses nur für wenige Schiffe möglich.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 9. April 2019 13:30 Uhr

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