Zoll verhaftet Diesel-Betrüger: 15 Millionen Euro Schaden

Zoll verhaftet Diesel-Betrüger: 15 Millionen Euro Schaden

Zollfahnder haben in Brandenburg drei Diesel-Betrüger festgenommen, die einen Steuerschaden von 15 Millionen Euro verursacht haben sollen. Den zwei Männern (22, 26) und einer Frau (50) wird der Handel mit gepanschtem Diesel vorgeworfen, wie das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg am Dienstag mitteilte. Die Beschuldigten sollen seit September 2017 rund 30 Millionen Liter Schmieröl gekauft und mit Diesel und weiteren Schmierölen gemischt haben. Das Ergebnis, ein minderwertiger Dieselkraftstoff, wurde an Abnehmer in Polen verkauft.

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Das Logo der deutschen Zollbehörde während einer Pressekonferenz an einer Uniform. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

Schmieröle unterliegen in Deutschland keiner zollamtlichen Überwachung. Um den polnischen Zoll zu täuschen, füllte die Bande den Kraftstoff nicht in Tanklaster. Stattdessen nutzte sie für den Transport sogenannte Intermediate Bulk Container, kubistische Behälter, die für flüssige und rieselfähige Stoffe verwendet werden.
Am Montag durchsuchten mehr als 100 Fahnder zwei Gebäude in Kollwitz (Spree-Neiße) und Cottbus. Polnische Zollfahnder durchsuchten laut Zollfahndungsamt zeitgleich Geschäfts- und Privatadressen von weiteren Bandenmitgliedern und Abnehmern des Kraftstoffs.
Bereits im März gelang es deutschen und polnischen Zollfahndern, elf Verdächtige, die Heizöl in Polen als Diesel verkauften, festzunehmen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 2. April 2019 14:20 Uhr

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