Turbine-Frauen wieder titellos: «Nicht aggressiv genug»

Turbine-Frauen wieder titellos: «Nicht aggressiv genug»

Der DFB-Pokal war die letzte Chance für Turbine Potsdam in der laufenden Saison, einen Titel zu gewinnen. Doch das desaströse 0:4 beim VfL Wolfsburg am Mittwoch machte einen Klassenunterschied deutlich - es wird eine weitere titellose Saison für den erfolgsverwöhnten Frauenfußball-Club.

Es gibt sicherlich leichtere Aufgaben als die beim Doublesieger. Doch der Auftritt der Brandenburgerinnen in der Auto-Stadt ließ die Verantwortlichen teilweise sprachlos zurück. Vorne erspielte sich das Team von Trainer Matthias Rudolph nicht eine ernstzunehmende Torchance, hinten offenbarte die Abwehr ohne die gesperrte Johanna Elsig viele Lücken.
«Wir waren in vielen Situationen überhaupt nicht aggressiv genug, haben uns defensiv schlecht verhalten», erklärte Rudolph über den mutlosen Auftritt seiner Spielerinnen.
Auch für Stürmerin Svenja Huth war es kein guter Tag an zukünftiger Wirkungsstätte. Die Nationalspielerin, die nach der Saison nach Wolfsburg wechselt, konnte wie das gesamte Team am Mittwoch keinen guten Eindruck hinterlassen. «Ich wollte hier unbedingt eine Runde weiterkommen. Wir sind natürlich sehr enttäuscht, dass es nicht geklappt hat», sagte Huth.
Nach dem Pokal-Aus wartet am Sonntag bereits die nächste schwere Aufgabe auf die Potsdamerinnen. Dann muss das Rudolph-Team in der Bundesliga auswärts beim Tabellenzweiten Bayern München (14.00 Uhr) antreten. In München wird ein wesentlich couragierterer Auftritt notwendig sein, um Platz drei in der Liga zu halten. Das dürfte für den restlichen Saisonverlauf nun das vorrangige Ziel von Turbine Potsdam sein.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 14. März 2019 12:30 Uhr

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