Brandanschlagsprozess: Anwalt will Aussetzung des Verfahrens

Brandanschlagsprozess: Anwalt will Aussetzung des Verfahrens

Im zweiten Prozess vor dem Landgericht Potsdam um den Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Nauen (Havelland) hat die Verteidigung am Mittwoch die Aussetzung des Verfahrens beantragt. Grund ist ein laufendes Ermittlungsverfahren gegen den 32-jährigen Angeklagten, den früheren NPD-Politiker Maik Schneider. Am Montag hatte die Staatsanwaltschaft Potsdam bestätigt, dass auch wegen eines Brandanschlags auf eine Begegnungsstätte in Jüterbog im November 2015 gegen Schneider ermittelt wird.

Justitia-Figur

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Justitia-Figur auf dem Gerechtigkeitsbrunnnen auf dem Römerberg. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv

Die Jüterboger Einrichtung, die auch Flüchtlingen als Anlaufstelle diente, war mit Pyrotechnik schwer beschädigt worden. Verletzt wurde niemand. Schneiders Verteidiger will nun Einsicht in die Ermittlungsakten zu Jüterbog nehmen.
Schneider war in einem ersten Prozess wegen des Brandanschlags vom August 2015 auf die Sporthalle in Nauen (Havelland) zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die Halle war als Flüchtlingsunterkunft vorgesehen gewesen. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil jedoch wegen der Befangenheit eines Schöffen auf. Seit Oktober läuft gegen Schneider nun ein zweiter Prozess.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 13. März 2019 11:20 Uhr

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