SPD: berät über mehr Fokus auf ländliche Regionen

SPD: berät über mehr Fokus auf ländliche Regionen

Die Brandenburger SPD berät bei ihrer Vorstandssitzung am kommenden Samstag über Pläne, die ländlichen Regionen zu stärken. «Wir müssen 'raus aus dem Denken des Berliner Umlands», sagte der Bevollmächtigte beim Bund, Staatssekretär Thomas Kralinski (SPD), der «Märkischen Allgemeinen» aus Potsdam, die über die Pläne am Montag berichtete. Digitale Orte sollen nach seiner Ansicht besser vernetzt werden. Die Rede ist von Korridoren für Innovation. Statt der Fokussierung auf das stark wachsende Berliner Umland sollen sie entlang der Bahnstrecken aus Berlin hinausführen und möglichst im ganzen Land für mehr Wachstum und Beschäftigung sorgen.

Der Städte- und Gemeindebund wertete die Vorschläge grundsätzlich positiv, sieht aber noch Klärungsbedarf über die Ausgestaltung. Das sagte Präsident Oliver Hermann (parteilos) am Montag in Potsdam. CDU-Landtagsfraktionschef Ingo Senftleben forderte, den gemeinsamen Landesentwicklungsplan von Berlin und Brandenburg zu stoppen. «Die einseitige Ausrichtung der Landesentwicklung am Berliner Umland schadet Brandenburg», kritisierte Senftleben laut Mitteilung. Die Kabinette von Berlin und Brandenburg hatten im Januar einen gemeinsamen neuen «Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion» beschlossen. Er soll der Rahmen für die weitere Entwicklung von Verkehrswegen, Siedlungsräumen oder Gewerbe sein.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 4. März 2019 19:00 Uhr

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