Wohnhaus in Lauchhammer wegen Rutschungsgefahr geräumt

Wohnhaus in Lauchhammer wegen Rutschungsgefahr geräumt

Lauchhammer (dpa)- Wegen möglicher Bergbauschäden hat ein Ehepaar in Lauchhammer sein Wohnhaus verlassen müssen. Vorerst kam das Paar in einer Ferienwohnung unter, die die Stadt zur Verfügung gestellt hat, wie die Stadt am Montag mitteilte. Bürgermeister Roland Pohlenz, der die Beiden gemeinsam mit dem Landrat Siegurd Heinze (beide parteilos) besuchen wollte, sagte: «Sie haben die Situation trotz allem sehr gefasst aufgenommen». Von den bis zum Jahr 2022 geplanten Umsiedlungen sind Wohnhäuser und Firmen betroffen.

Bergbaufolgen in Lauchhammer

© dpa

Wohnhaus in Lauchhammer wegen Rutschungsgefahr geräumt. Foto: Steffen Rasche/Archiv

Die Gebäude in dem Areal stehen nach Angaben der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft(LMBV) auf gefährlichem Grund. Es sind ausgekohlte Alttagebaue, deren Boden Gutachter auf die Zusammensetzung der Abraumkippen untersucht und eine Gefährdungssituation festgestellt hatten.
Am Donnerstag hatten die Behörden die Anwohner und Gewerbetreibenden an der Wilhelm-Külz-Straße in Lauchhammer-Ost darüber informiert, dass sie das Gebiet wegen möglicher Gefahren bis zum Jahr 2022 verlassen müssten. Neben dem betroffenen Ehepaar sind nach Angaben der Stadt auch andere Anwohner und drei Unternehmen mit insgesamt etwa 200 Beschäftigten von der Umsiedlung betroffen. Es sei eine sehr emotionale Veranstaltung gewesen, sagte Pohlenz. «Niemand hat damit gerechnet, dass das so drastisch wird.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 11. Februar 2019 18:00 Uhr

Weitere Meldungen