Brandenburger Kulturschaffende beim Bündnis gegen Rechts

Brandenburger Kulturschaffende beim Bündnis gegen Rechts

Fast vierzig Kulturinstitutionen in Brandenburg haben sich einem bundesweiten Bündnis gegen Rechts angeschlossen. Die Initiatoren stellten am Freitag in Cottbus ihre «Erklärung der Vielen» vor, in der sie sich zum Engagement gegen Nationalismus und Intoleranz und für die Freiheit der Kunst verpflichtet. Dies sei auch mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl geschehen, sagte ein Sprecher der Initiative.

Marie Luise von Halem

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Marie Luise von Halem (Bündnis 90/die Grünen) spricht bei der 67. Sitzung des Landtags von Brandenburg. Foto: Britta Pedersen/Archiv

Die kulturpolitische Sprecherin der Grünen, Marie Luise von Halem, begrüßte die Erklärung: «Wir brauchen Kultur, in jeder Form, gerade auch Kultur, die sich politisch positioniert.» Ihre Amtskollegin von der Linken, Gerrit Große, erinnerte an die geschichtliche Erfahrung: «Ist die Freiheit der Kunst bedroht, sind auch Demokratie und Toleranz in Gefahr.» Namentlich verwies sie auf die AfD und eine Kleine Anfrage von deren Landtagsraktion, warum das Cottbuser Piccolo-Theater vom Kulturministerium gefördert werde. Dies sei ein Angriff auf die Freiheit der Kunst gewesen.
Neben dem Land Brandenburg verkündeten am Freitag 13 weitere Städte und Regionen die Erklärung, in vier Städten laufen derzeit Vorbereitungen. In Berlin schlossen sich bereits am 9. November 2018 mehr als 140 Kulturinstitutionen der Initiative an. Bundesweit gibt es mehr als 2000 Unterzeichner. Der Anstoß zu der Kampagne kam von dem 2017 gegründeten Verein «Die Vielen». Gemeinsames Symbol ist eine gold-glitzernde Rettungsdecke. Nach lokalen Veranstaltungen in ganz Deutschland sind für Mai 2019 bundesweit «Glänzende Demonstrationen» geplant.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 1. Februar 2019 21:10 Uhr

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