Versteckt und missbraucht: Angeklagte Mutter schweigt

Versteckt und missbraucht: Angeklagte Mutter schweigt

Die Mutter eines Mädchens, das diese monatelang bei sich versteckt und gemeinsam mit ihrem Partner sexuell missbraucht haben soll, schweigt zunächst vor Gericht. Angaben werde sie zu einem späteren Zeitpunkt machen, kündigte ihr Anwalt zum Prozessauftakt am Dienstag vor dem Landgericht Cottbus an. Neben der 52-Jährigen steht ein 47-Jähriger vor Gericht, der laut Staatsanwaltschaft ihr Verlobter ist. Dessen Anwalt sagte: «Zum jetzigen Zeitpunkt macht der Angeklagte keine Angaben zur Sache.»

Justitia

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Vor dem Justizgebäude steht eine Satue der Göttin Justitia. Foto: Stefan Puchner/Archiv

Das heute 14 Jahre alte Mädchen verschwand im Oktober 2017 aus einem Heim in Cottbus. Monatelang fahndete die Polizei. Dann fanden Beamte es im März in der Wohnung des Paares in Groß Schacksdorf (Spree-Neiße). Die beiden deutschen Angeklagten sollen das Mädchen mehrfach sexuell missbraucht haben. Bei Behördenkontrollen sollen sie es in einem Holzkasten in einer Couch versteckt und angegeben haben, den Aufenthaltsort nicht zu kennen. Der Angeklagte soll die Absicht gehabt haben, das Mädchen zu schwängern.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 11. Dezember 2018 15:30 Uhr

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