Eilverfahren gegen Gaspipeline Eugal abgewiesen

Eilverfahren gegen Gaspipeline Eugal abgewiesen

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat in einem Eilverfahren den Weiterbau der Gaspipeline Eugal erlaubt. Die Klage des Vorsitzenden eines Flugsportvereins, der einen Flugplatz für Ultraleichtflugzeuge betreibt und auf dem Gelände der Trasse schon mit der Errichtung einer Halle begonnen hatte, werde voraussichtlich keinen Erfolg haben, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Beschluss. Ein Mangel bei der Auswahl der Trassenführung sei im betroffenen Bereich nicht feststellbar. Das Interesse der Allgemeinheit an einer zeitnahen Realisierung des Projekts überwiege zudem.

Die Fassade des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg

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Die Fassade des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg . Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archiv

Die Gaspipeline Eugal soll auf 485 Kilometern von Greifswald bis zur tschechischen Grenze verlaufen - weitgehend parallel zur bereits bestehenden Opal-Pipeline. Sie soll den Weitertransport von Erdgas aus der umstrittenen Ostseepipeline Nord Stream 2 sicherstellen. Im August hatte das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe den Planfeststellungsbeschluss an die Bau- und Betreibergesellschaft Gascade, einer Tochter von BASF und der russischen Gazprom, übergeben. Die Kosten werden auf drei Milliarden Euro geschätzt.
Das erste Gas soll den Planungen zufolge bereits Ende kommenden Jahres durch Rohre mit 1,4 Metern Innendurchmesser strömen. In Groß Polzin bei Anklam (Landkreis Vorpommern-Greifswald) wurden unterdessen am Dienstag erste Rohre für die Erdgaspipeline im Nordosten verlegt. In Brandenburg und Sachsen hatten die Arbeiten bereits begonnen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 4. Dezember 2018