Lausitz bekommt Bundeseinrichtung für Klimaschutz

Lausitz bekommt Bundeseinrichtung für Klimaschutz

Mit Blick auf den Strukturwandel siedelt der Bund in der Braunkohleregion Lausitz eine neue Bundeseinrichtung für Klimaschutz an. Im nächsten Jahr beginnt der Aufbau eines Kompetenzzentrums Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI), wie das Bundesumweltministerium am Donnerstag in Berlin mitteilte. Im Bundeshaushalt 2019 seien zwei Millionen Euro dafür eingeplant.

Wasserdampf steigt aus einem Braunkohlekraftwerk

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Der Bund siedelt in der Braunkohleregion Lausitz eine neue Bundeseinrichtung für Klimaschutz an. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Das Zentrum soll mit der Industrie, Forschungseinrichtungen und internationalen Instituten zusammenarbeiten mit dem Ziel, die Dekarbonisierung energieintensiver Prozesse voranzutreiben, wie es weiter hieß. Mit Dekarbonisierung ist die Abkehr von fossilen Energieträgern, die klimaschädliche Treibhausgase freisetzen, gemeint.
Auf Bundesebene berät derzeit eine Kommission, wie der Strukturwandel in den deutschen Kohleregionen im Rheinland, in der Lausitz und im Mitteldeutschen Revier gelingen und alternative Jobs geschaffen werden können. Das Gremium hat auch die Aufgabe, für den Klimaschutz einen Ausstiegspfad aus der Braunkohle aufzuzeigen samt Enddatum für die Braunkohleverstromung. Der fossile Energieträger ist bei der Verstromung vergleichsweise klimaschädlich. In der Debatte um den Braunkohleausstieg kam auch immer wieder die Forderung auf, dass Bundeseinrichtungen in Kohleregionen entstehen sollen, um Strukturbrüche zu vermeiden. Vor allem in der ländlich geprägten Lausitz ist die Braunkohlenindustrie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 29. November 2018 15:40 Uhr

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