Startschuss für den Bau der Potsdamer Synagoge

Startschuss für den Bau der Potsdamer Synagoge

80 Jahre nach den Novemberpogromen der Nationalsozialisten wird der Neubau einer jüdischen Synagoge in Potsdam in die Wege geleitet.

Vertreter von zwei jüdischen Gemeinden unterzeichneten am Mittwoch in der Staatskanzlei mit Kulturministerin Martina Münch und Oberbürgermeister Jann Jakobs (beide SPD) eine Vereinbarung zum Bau des Synagogen- und Gemeindezentrums in der historischen Mitte Potsdams. Das Land verpflichtete sich darin, die Baukosten in Höhe von rund acht Millionen Euro und die laufenden Kosten zu übernehmen. Das Gemeindezentrum soll von der Jüdischen Gemeinde und der Synagogengemeinde gemeinsam betrieben werden.
Zum Jahrestag des Novemberpogroms am kommenden Freitag soll eine symbolische Grundsteinlegung erfolgen, sagte Jakobs. «Wir können endlich anfangen und das ist das Entscheidende.» Um die Gestaltung und Nutzung der Synagoge hatte es zwischen den verschiedenen jüdischen Gemeinden jahrelang erbitterten Streit gegeben. Daraufhin hatte die Landesregierung das Projekt 2011 vorläufig gestoppt. Nun soll der Neubau bis spätestens 2023 fertig sein.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 7. November 2018 12:48 Uhr

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