Umfrage: AfD und SPD gleichauf in Brandenburg

Umfrage: AfD und SPD gleichauf in Brandenburg

In Brandenburg liegen AfD und regierende SPD erstmals nach einer neuen Umfrage mit 23 Prozent gleichauf. Dies ergab eine Befragung durch Infratest dimap im Auftrag des rbb-Fernsehmagazins «Brandenburg Aktuell» und von Antenne Brandenburg. Die SPD verharrt damit ein Jahr vor der Landtagswahl wie bereits bei der vorherigen Umfrage im April auf ihrem tiefsten Stand. 2014 hatte sie bei der Wahl 31,9 Prozent erreicht.

Die CDU verliert im Vergleich zur vergangenen Umfrage zwei Prozentpunkte und würde auf 21 Prozent kommen, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre. Die AfD legte einen Punkt zu. Die Linke, Koalitionspartner der SPD, verharrt bei 17 Prozent. Die Grünen könnten wieder mit 7 Prozent rechnen. Die FDP hätte mit 5 Prozent (+1) die Chance auf einen Wiedereinzug in den Landtag.
Die Zufrieden- beziehungsweise Unzufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung hält sich mit jeweils 49 Prozent die Waage. Unzufriedenheit herrscht nach der Umfrage mit der Asyl- und Flüchtlingspolitik: Zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten stellen Rot-Rot dafür ein schlechtes Zeugnis aus.
Der Lunapharm-Skandal um gestohlene und möglicherweise unwirksame Krebsmedikamente hat der Umfrage zufolge keinen größeren Einfluss. Mit der Arbeit der zurückgetretenen Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke) sind 30 Prozent unzufrieden, 24 Prozent sind zufrieden. Mit SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke sind 57 Prozent zufrieden.
Für den BrandenburgTrend wurden vom 12. bis 17. September 1000 wahlberechtigte Brandenburger befragt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 19. September 2018