Hilfe nach Zwangsadoption: Argentinien als Vorbild

Hilfe nach Zwangsadoption: Argentinien als Vorbild

Die von der Unionsfraktion im Bundestag angestrebte Vermittlungsstelle für zwangsadoptierte DDR-Kinder und ihre leiblichen Eltern soll sich am Vorbild Argentinien orientieren. In Buenos Aires gebe es eine Einrichtung, die eine beeindruckende Arbeit leiste, sagte Unionsfraktionsvize Stephan Harbarth am Dienstag in Berlin. In Argentinien seien während der Militärdiktatur viele Oppositionelle entführt, getötet und ihre Kinder von fremden Familien adoptiert worden. Die Anlaufstelle helfe den Kindern nun, überlebende Elternteile oder Großeltern zu finden.

Stephan Harbarth (CDU)

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Stephan Harbarth (CDU) spricht während einer Sitzung des Bundestages. Foto: Soeren Stache/Archiv

Die Unionsfraktion will sich für eine ähnliche Einrichtung einsetzen. Eltern, denen ihre Kinder in der DDR - etwa aus politischen Gründen - entzogen wurden, sollen hier Hilfe finden. Auch für Kinder auf der Suche nach ihren leiblichen Eltern soll die Anlaufstelle da sein. Die Arbeit steht noch am Anfang, hieß es. Zunächst solle eine wissenschaftliche Studie das Ausmaß des Problems verdeutlichen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 11. September 2018 14:30 Uhr

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