Sachsenhausen zeigt Kunst ehemaliger KZ-Häftlinge

Sachsenhausen zeigt Kunst ehemaliger KZ-Häftlinge

Die Gedenkstätte Sachsenhausen zeigt ab Sonntag Werke von Künstlern, die in den ehemaligen Konzentrationslagern Oranienburg und Sachsenhausen inhaftiert waren.

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

© dpa

Lagerzaun aus Stacheldraht ist im ehemaligen Konzentrationslager, der heutigen Gedenkstätte, zu sehen (Archiv)

Die Sonderausstellung umfasse Gemälde, Grafiken und Zeichnungen von acht Künstlern aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Tschechien und Polen, teilte die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten am Freitag (7. September 2018) mit.
Zu sehen sind demnach rund 140 Ausstellungsstücke von Jan Budding, Peter Edel, Hans Grundig, Leo Haas, Vladimír Matêjka, Rudolf Carl Ripper, Viktor Siminski, und Karel Zahrádka. Viele der Kunstwerke seien direkt im Konzentrationslager entstanden, andere stammten aus der Zeit um die Gefangenschaft, so die Stiftung.

Auch Leihgaben werden in Sachsenhausen gezeigt

Neben Werken aus den Sammlungen der Gedenkstätte sollen auch Leihgaben gezeigt werden. Die Besucher erhalten außerdem Informationen über die Lebensläufe der Künstler. Computeranimationen veranschaulichen die Lebenswege geographisch.
«Die Werke und ihre Maler eröffnen eine ganz eigene und ergreifende Perspektive auf die Konzentrationslager und die Erfahrungen der Opfer», sagte der Leiter der Gedenkstätte, Axel Drecoll. Die Ausstellung sei eine «einmalige Symbiose von NS-Verfolgungsgeschichte, bildender Kunst und Künstlerbiografien».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 7. September 2018 15:36 Uhr

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