Asylbewerber zündet Matratze an: Vier Verletzte

Asylbewerber zündet Matratze an: Vier Verletzte

Ein Asylbewerber hat in einer Unterkunft in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) die Matratze seines Bettes angezündet und anschließend auf der Straße zehn Autos demoliert. Durch den Brand am frühen Mittwochmorgen hätten vier Bewohner des Heims Rauchgasvergiftungen erlitten, berichtete ein Sprecher der Polizeidirektion Nord. Drei von ihnen wurden zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Während der Löscharbeiten mussten rund 140 Bewohner in Sicherheit gebracht werden. Von dem Feuer sei jedoch nur das Zimmer des 19-Jährigen betroffen gewesen.

Blaulicht und Schriftzug «Polizei»

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Blaulicht und Schriftzug «Polizei» auf dem Dach eines Funkstreifenwagens der Landespolizei. Foto: Jens Büttner/Archiv

Der junge Mann sei anschließend auf die Straße gelaufen und habe dort zehn Autos mit Steinwürfen beschädigt, so die Polizei. Dann konnten Beamte den 19-Jährigen festnehmen. Weil er vor der Tat Selbstmordabsichten geäußert haben soll, sei er in die geschlossene Abteilung eines Krankenhauses gebracht worden, berichtete die Polizeidirektion Nord. Der Mann sollte am Mittwochnachmittag vernommen werden. Am Donnerstag soll dann die Staatsanwaltschaft über den weiteren Verbleib des Mannes entscheiden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 18. Juli 2018