Urteile im Prozess um Brandanschlag von Jüterbog erwartet

Urteile im Prozess um Brandanschlag von Jüterbog erwartet

Im zweiten Prozess um den Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Jüterbog (Teltow-Fläming) wird heute (9. Juli) das Urteil erwartet.

Landgericht Potsdam

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In dem nicht öffentlichen Prozess müssen sich der 44 Jahre alte Vater eines Brandstifters und ein 20 Jahre alter mutmaßlicher Mittäter verantworten. Der 44-Jährige soll der Anklage zufolge seinen Sohn und den mutmaßlichen Komplizen im Oktober 2016 zu dem Anschlag auf das Heim für minderjährige Flüchtlinge angestiftet haben. Die Staatsanwaltschaft hatte für den Vater siebeneinhalb Jahre und für den 20-Jährigen viereinhalb Jahre Haft gefordert.
Die beiden jungen Männer hatten der Anklage nach in der Tatnacht jeweils einen Molotowcocktail auf das Heim geworfen. Einer davon prallte an der Hauswand ab, der andere setzte eine Gardine in einem Abstellraum in Brand. Verletzt wurde niemand. Dafür war der Sohn bereits vergangenen November zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe und 200 Sozialstunden in einem Flüchtlingsheim verurteilt worden. Gegen den Vater und den 20-Jährigen wurde ein gesonderter Prozess geführt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 9. Juli 2018