Brandenburger Landtag stimmt gegen Diamanten aus Totenasche

Brandenburger Landtag stimmt gegen Diamanten aus Totenasche

Mit knapper Mehrheit hat der Brandenburger Landtag entschieden, dass sich Angehörige auch künftig keine Erinnerungsstücke aus Totenasche fertigen dürfen. 40 Abgeordnete stimmten am Mittwoch im Landtag gegen einen Gesetzentwurf der Landesregierung, der Angehörigen erlauben sollte, aus einer geringen Menge der Asche von Verstorbenen etwa Erinnerungsdiamanten pressen zu lassen. Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hatte dies damit begründet, dass sich Angehörige zunehmend solche Erinnerungen an die Verstorbenen wünschten. Dagegen erklärten Abgeordnete mehrerer Fraktionen, im Hinblick auf Respekt und Würde dürften aus toten Menschen keine Dinge gemacht werden.

Urne

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Der Brandenburger Landtag simmte gegen ein neues Bestattungsgesetz. Foto: Friso Gentsch/Archiv

Die Abstimmung war von den Fraktionen freigegeben worden, weil es sich um eine Gewissensentscheidung handele. Für das weitere Verbot der Entnahme von Totenasche stimmten 40 Abgeordnete, 31 stimmten dagegen. 6 Abgeordnete enthielten sich.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 27. Juni 2018