Wenig Wasser in der Havel

Wenig Wasser in der Havel

Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen haben auf Havel und Spree zu extrem niedrigen Wasserständen geführt.

Havel

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Zwei Segelboote fahren auf der Havel nahe der Pfaueninsel aneinander vorbei. Foto: Soeren Stache/Archiv

«Wir bekommen im Moment nur 4 Kubikmeter Wasser pro Sekunde von der Havel aus dem Norden und der Spree aus dem Süden», sagte die Leiterin des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Brandenburg, Gerrit Riemer, am Dienstag (26. Juni 2018) auf Anfrage. «Sonst bekommen wir 50 bis 150 Kubikmeter.»

Wasserstand in Rathenow auf Rekordtief

Dies führe auch auf der unteren Havel zu extrem niedrigen Wasserständen, sagte Riemer. «In Rathenow haben wir den niedrigsten Wasserstand seit Beginn der Aufzeichnungen.» Darüber hatte zuerst die «Märkische Allgemeine» (Dienstag) berichtet.

Wassernot auch rund um Gülpe

Auch im Westhavelland um Gülpe herrsche große Wassernot, meinte Riemer. «Auf dem Hohennauener See sitzen bereits zahlreiche Sportboote auf dem Trockenen.» Die Schleuse Bahnitz westlich von Rathenow musste wegen technischer Probleme auf Grund des niedrigen Wasserstands am Montag für einen Tag geschlossen werden.

Hohe Verdunstung lässt Wasser schwinden

Grund für das wenige Wasser in der Havel seien nicht nur die fehlenden Regenfälle, sondern auch die Verdunstung auf den großen Seen wegen der hohen Temperaturen, erläuterte Riemer. «Wir können nur auf Regen hoffen - an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern und im Spreewald

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 26. Juni 2018