Gut 700 Anträge bei Stasi-Unterlagenbehörde in Frankfurt

Gut 700 Anträge bei Stasi-Unterlagenbehörde in Frankfurt

Bei der Stasi-Unterlagenbehörde am Standort Frankfurt (Oder) sind in den ersten Monaten dieses Jahres wieder Hunderte Anträge auf persönliche Akteneinsicht eingegangen. Bis Ende März waren es 725 Bürgeranträge und damit mehr als noch im Vorjahreszeitraum mit 637, wie ein Sprecher des Bundesbeauftragten der Stasi-Unterlagen auf Anfrage mitteilte. Die Behörde bewerte die Zahlen nicht, es gebe immer wieder einmal Schwankungen.

Außenstelle der Stasi-Unterlagenbehörde

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Akten stehen in einem Magazinraum in der Stasi-Unterlagenbehörde am Standort Frankfurt (Oder). Foto: Patrick Pleul/Archiv

Der Außenstellenleiter der Stasi-Unterlagenbehörde in Frankfurt (Oder), Rüdiger Sielaff, sagte zum Interesse an Info-Veranstaltungen: «Je konkreter ein Thema vor Ort aufgegriffen wird, desto höher ist das Interesse.» Es sei etwa geplant, im Herbst in Cottbus bei einer Diskussionsrunde einen Bezug des damaligen DDR-Bezirkes Cottbus zum Prager Frühling vor 50 Jahren herzustellen.
In Frankfurt (Oder) als Brandenburgs einziger Außenstelle der Stasi-Unterlagenbehörde mit Hauptsitz in Berlin sind alle überlieferten Stasi-Unterlagen der ehemaligen DDR-Bezirke Frankfurt (Oder) und Cottbus untergebracht. Der Bereich Potsdam wird in Berlin abgedeckt. Betroffene können seit 1992 einen Antrag auf persönliche Akteneinsicht stellen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 1. Mai 2018