Halbjahres-Zeugnisnoten sollen doch nicht abgeschafft werden

Halbjahres-Zeugnisnoten sollen doch nicht abgeschafft werden

Die Halbjahres-Zeugnisnoten für Dritt- und Viertklässler in Brandenburg sollen definitiv beibehalten werden. Es werde keine Änderungen an der bestehenden Regelung geben, erklärten Bildungsministerium und SPD-Fraktionschef Mike Bischoff am Dienstag. «Es bleibt dabei: Es gibt eine ordentliche Note auf dem Halbjahreszeugnis», sagte Bischoff. Freiwillig können aber weiterhin in der dritten und vierten Klasse schriftliche Einschätzungen statt Noten gewählt werden.

Auf eine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Gordon Hoffmann hatte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) kürzlich mitgeteilt, dass die Halbjahres-Zeugnisse in der dritten Klasse ab dem Schuljahr 2020/21 und in der vierten Klasse ein Jahr später durch ein Lernentwicklungsgespräch ersetzt würden.
Das Ministerium teilte auf Anfrage mit, dass Ministerin Ernst nach ihrem Amtsantritt im September 2017 einen «nach ihrer Wahrnehmung ausdiskutierten Vorgang vorgefunden» habe. Zudem habe der Landesschulbeirat im Januar die geplante Veränderung mit großer Mehrheit unterstützt. Offensichtlich bestehe aber immer noch großer Beratungsbedarf, daher werde die Entscheidung nun korrigiert.
Die AfD forderte indes eine durchgängige Benotung von der 1. Klasse bis zum Schulabschluss. Aus Sicht der Grünen sind dagegen reflektierte Bewertungen wichtiger als Zeugnisnoten. Sie favorisieren zudem schriftliche Rückmeldungen gegenüber Gesprächen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 17. April 2018