Netzhoppers verlieren «Marathon»-Match: «Noch nie erlebt»

Netzhoppers verlieren «Marathon»-Match: «Noch nie erlebt»

Die Volleyballer der Netzhoppers KW-Bestensee waren Teil eines denkwürdigen Spiels. Bei der 0:3 (23:25, 41:43, 14:25)-Niederlage beim TSV Herrsching am Samstagabend lieferten sich beide Mannschaften im zweiten Satz einen nicht enden wollenden Schlagabtausch. Mit 43:41 entschied schließlich der bayerische Gastgeber diesen «Marathon-Durchgang» für sich. Bei den Herrschingern konnte sich niemand an einen längeren Satz in der Volleyball-Bundesliga erinnern. «So etwas habe ich im Hallenvolleyball noch nie erlebt», meinte Herrschings Trainer Max Hauser hinterher.

44 Minuten dauerte der zweite Durchgang. Es wäre noch länger gegangen, hätte nicht Schiedsrichter Jan Opitz aus Halbergmoos den Aufschlag von Herrschings André Brown als Ass zum 43. Punkt für Herrsching gewertet. Die Netzhoppers protestierten heftig gegen diese Entscheidung. Sie wähnten den Ball hinter den Linien. Bis zum 30. Punkt hatten die Gäste zahlreiche Satzbälle ungenutzt gelassen. Erst danach drehte sich das Geschehen zugunsten von Herrsching. 
Am Ende nahmen die Brandenburger, die ohne ihren an einer Grippe erkrankten Kapitän Daniel Heinecke an den Ammersee gereist waren, einmal mehr statt Punkten nur Komplimente mit auf die Heimreise. «Sie haben eine richtig gute Mannschaft beisammen. Dass sie nur Neunter sind, spricht für die Stärke der Liga», sagte Hauser.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 18. Februar 2018