Kommission: Studie zu sexueller Gewalt in der Familie

Kommission: Studie zu sexueller Gewalt in der Familie

Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs stellt am Dienstag (11.00 Uhr) eine Studie zur sexuellen Gewalt in der Familie vor. Dabei geht es auch um die gesellschaftliche Aufarbeitung dieses lange verdrängten Themas von 1945 bis in die Gegenwart.

Die Kommission wurde 2016 von der Bundesregierung einberufen. Seitdem meldeten sich 1041 betroffene Menschen. In Zwischenberichten von 2017 und 2019 hieß es, in mehr als 80 Prozent der Fälle seien die Opfer Mädchen oder junge Frauen gewesen. Mehr als die Hälfte der Opfer erlebten den sexuellen Missbrauch in der Familie und näheren Verwandtschaft. Die Täter waren fast immer Männer, oft die Väter.
Den Opfern wurde oft weder geglaubt noch geholfen. Andere Familienangehörige, besonders Mütter, reagierten trotz ihres Wissens häufig nicht und duldeten den Missbrauch. Hilfe von Schule oder Jugendämtern fehlte ebenso. Zusätzlich litten betroffene Kinder und Jugendliche unter Misshandlungen und Vernachlässigungen, zum Teil auch in Schulen, Kirchen, Heimen oder Freizeiteinrichtungen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 7. September 2021 02:31 Uhr

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