Rasante Flucht vor der Polizei: Zwei Jahre Gefängnis

Rasante Flucht vor der Polizei: Zwei Jahre Gefängnis

Ein Raser ist nach einer wilden Verfolgungsjagd mit der Polizei zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Landgericht Berlin

© dpa

Der 41-Jährige habe sich «zutiefst rücksichtslos» verhalten, begründete das Amtsgericht Tiergarten am Mittwoch (04. August 2021). Der Angeklagte sei ohne Fahrerlaubnis und mit deutlich überhöhtem Tempo durch die Stadt gefahren, habe rote Ampeln sowie Vorfahrtsrechte anderer Verkehrsteilnehmer missachtet und sei teilweise als «Geisterfahrer» in den Gegenverkehr gerast. «Von einem äußersten Zufall hing es ab, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind», sagte der Richter.
Der geständige Angeklagte wurde der Gefährdung des Straßenverkehrs, eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, der Unfallflucht sowie des Fahrens ohne Fahrerlaubnis schuldig gesprochen. Das Gericht verhängte zudem eine Führerscheinsperre von 48 Monaten.
Der wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis mehrfach vorbestrafte 41-Jährige saß im Oktober 2020 am Steuer, als Polizisten an einer Kreuzung in Berlin-Kreuzberg auf das Auto aufmerksam wurden. Weil der Angeklagte eine für ihn rote Ampel überfahren hatte, wollten die Beamten laut Anklage eine Verkehrskontrolle durchführen. Er habe Gas gegeben und sei geflohen.
Über eine Strecke von 5,4 Kilometern soll der 41-Jährige im dichten Verkehr fünf rote Ampeln ignoriert haben. Er habe Fahrzeuge riskant überholt, Kollisionen mit zum Teil erheblichen Blechschäden verursacht und sei schließlich mit einer Geschwindigkeit von rund 90 Stundenkilometern in den Gegenverkehr gerast. Die Polizisten hätten die Verfolgung mit der «Bordkamera» des Einsatzwagens dokumentiert. Das Urteil entsprach dem Antrag des Staatsanwalts. Der Verteidiger hatte keinen konkreten Antrag gestellt. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 5. August 2021 08:28 Uhr

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