Diebstähle an Berliner Bahnhöfen: Angeklagter gesteht

Diebstähle an Berliner Bahnhöfen: Angeklagter gesteht

In einem Prozess um eine Serie von Diebstählen an Berliner Bahnhöfen hat der Angeklagte gestanden. Er habe mit Komplizen immer wieder Fahrgäste bestohlen, erklärte der 37-Jährige am Freitag zu Beginn der Verhandlung am Landgericht. Der Mann soll laut Anklage als Mitglied einer rumänischen Bande agiert habe.

Justitia

© dpa

Eine Justitia an einem Gerichtsgebäude.

Täter hätten Fahrgäste während des Kaufs von Tickets an Automaten beobachtet, Geheimzahlen von EC-Karten ausspioniert und Opfer dann bestohlen. Der Angeklagte soll an insgesamt 161 Taten beteiligt gewesen sein. Dabei seien rund 35.000 Euro erbeutet worden.
Die Gruppierung soll in der Zeit von Mai 2016 bis Oktober 2017 an verschieden S-Bahnhöfen in der Hauptstadt aktiv gewesen sein. Ausgespähte Fahrgäste wurden laut Anklage beim Einsteigen bedrängt oder abgelenkt, um den Diebstahl von Brieftaschen aus Taschen oder Rucksäcken zu ermöglichen. In vielen Fällen hätten Bandenmitglieder mit erbeuteten EC-Karten und den ausspionierten PIN-Nummern der Bestohlenen sofort Bargeld abgehoben. Teile der Beute seien nach Rumänien transferiert worden, so die Anklage.
Dem Angeklagten werden 24 vollendete Diebstähle, mehrere versuchte Diebstähle sowie Computerbetrug in 123 Fällen zur Last gelegt. Nach der Diebstahlsserie in Berlin sei er nach Italien gereist, wo er ebenfalls Eigentumsdelikte begangen habe, so der 37-Jährige. Er habe in Italien eine dreijährige Haftstrafe verbüßt und sei dann nach Deutschland ausgeliefert worden. Der Prozess wird voraussichtlich am 7. Juli fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 18. Juni 2021 14:12 Uhr

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