Zwei Brüder sollen Berliner Geldboten überfallen haben

Zwei Brüder sollen Berliner Geldboten überfallen haben

Der Raubüberfall auf eine Bank in Neukölln geht vermutlich auf das Konto zweier Brüder.

Ein Polizeibeamter steht mit einer Maschinenpistole am Tatort

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Ein Polizeibeamter steht mit einer Maschinenpistole am Tatort.

Nur Stunden nach seiner Flucht wurde auch der zweite Tatverdächtige festgenommen, wie die Polizei am 27. Mai 2021 mitteilte. Der 20-Jährige wurde demnach von Spezialeinsatzkräften am Mittwochabend in Kreuzberg gestellt. Gegen ihn erging Haftbefehl. Dem dringend Tatverdächtigen werden gemeinschaftlich begangener schwerer Raub und versuchter Mord vorgeworfen, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Donnerstagabend sagte. Der mutmaßliche Täter sitze nun in Untersuchungshaft.

Polizei hält weitere Komplizen für möglich

Am Abend wurde auch gegen den jüngeren Bruder als zweiten Verdächtigen mit denselben Vorwürfen Haftbefehl erlassen. Der 18-Jährige liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Er war bei dem Überfall auf einen Geldboten am Mittwochvormittag von diesem angeschossen worden. Die Polizei hält es für möglich, dass es weitere Komplizen gibt. Beute haben die Brüder laut Polizei nicht gemacht. Der Unverletzte war zunächst entkommen. Bankangestellte oder Kunden wurden bei der Tat nicht verletzt.

Täter machten keine Beute

Laut Polizei wollte der Bote im Vorraum der Bank im Einkaufszentrum Gropius Passagen die Automaten mit neuem Geld bestücken, als er mit Reizgas attackiert worden sei. Die Angreifer sollen mindestens zwei Schüsse auf den Geldboten abgegeben haben. Dieser habe das Feuer erwidert, wobei er den 18-Jährigen traf. Der Schwerverletzte konnte kurz danach vor der Bank festgenommen werden. Der Wachmann wurde wegen des Reizgases ebenfalls im Krankenhaus behandelt. Er konnte laut Polizei die Klinik kurze Zeit später wieder verlassen.
Die Polizei bat um Hinweise von Zeugen, die die Tat beobachtet oder das Geschehen mit einem Handy gefilmt haben. Im vergangenen Jahr und auch Anfang dieses Jahres gab es eine ganze Reihe von Überfällen auf Geldboten und Banken.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 28. Mai 2021 08:15 Uhr

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