Raubüberfall in Neukölln: Geldbote schießt Täter an

Raubüberfall in Neukölln: Geldbote schießt Täter an

Bei einem Raubüberfall auf einen Geldboten in einer Bank in einem Neuköllner Einkaufscenter ist ein Täter angeschossen und schwer verletzt worden. Ein zweiter Täter konnte am Mittwochvormittag (25. Mai 2021) entkommen. Nach ihm fahndet die Polizei, wie ein Sprecher sagte.

Polizei

© dpa

Ein Polizeiauto steht hinter einem Absperrband der Polizei.

Gegen 10.30 Uhr überfielen die beiden Männer den Geldboten im Vorraum der Bank in den Gropius Passagen in der Johannisthaler Chaussee im Süden Neuköllns, wie die Polizei mitteilte. Sie besprühten den Geldboten mit Reizgas, der wehrte sich, zog seine Pistole und schoss einen der Täter an. Der zweite Mann floh, unklar ist bisher, ob er mit einem Auto entkam und ob es möglicherweise weitere Täter gab.
Der angeschossene Räuber wurde von der Polizei festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht. Der Wachmann wurde wegen des Reizgases ebenfalls im Krankenhaus behandelt. Die Kriminalpolizei sperrte den Bereich ab und befragte Zeugen. Sie suchte auch nach Fotos oder Videos von dem Überfall, die möglicherweise von Beobachtern gemacht wurden.
Im vergangenen Jahr und auch Anfang dieses Jahres gab es eine ganze Reihe von Überfällen auf Geldboten und Banken. Zuletzt hatten vier Männer am 19. Februar einen Geldtransporter auf dem Ku'damm überfallen. Ein Verdächtiger aus einem bekannten arabischstämmigen Clan wurde später festgenommen.
Im Dezember überfielen mehrere Täter einen Geldtransporter am Ikea-Möbelhaus in Schöneberg. Auch hier wurde ein verdächtiger Mann von der Polizei gefasst. Im August 2020 rammten Räuber mit einem Transporter ein Fenstergitter einer Bank in Wilmersdorf, es kam zu einem Schusswechsel mit einem Wachmann. Ende Juli 2020 überfielen vier Männer einen Geldboten an einer Postbank-Filiale am Hermannplatz. Mitte Juni 2020 traf es einen Geldboten an einer Bank in Wilmersdorf.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 26. Mai 2021 13:15 Uhr

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