Feuer im Gericht: Haftstrafe von drei Jahren rechtens

Feuer im Gericht: Haftstrafe von drei Jahren rechtens

Die Haftstrafe gegen einen 31-Jährigen, der im Kriminalgericht Berlin-Moabit mehrere Feuer legte, ist rechtskräftig. Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) hat die Revision des Angeklagten als unbegründet verworfen, wie am Montag mitgeteilt wurde. Die Verurteilung zu drei Jahren Haft enthalte keine Rechtsfehler.

Justitia-Statue

© dpa

Die Statue Justitia hält die Waage in der Hand.

Das Landgericht in der Hauptstadt hatte den damals 30-Jährigen im September 2020 wegen versuchter schwerer Brandstiftung sowie vorsätzlicher Körperverletzung schuldig gesprochen. Die Vorwürfe hatte er zurückgewiesen.
Im Urteil hieß es, der Angeklagte habe im März 2020 in einem «stark aufgebrachten und alkoholisierten Zustand» an sieben Stellen Papier sowie an einer Stelle Baumaterial in Brand gesetzt. An einen Handwerker, der bei der Flucht vor dem Feuer eine Rauchgasvergiftung erlitt, muss der Verurteilte 1000 Euro Schmerzensgeld zahlen.
An dem Tattag am 3. März des Vorjahres sollte gegen den Mann ein Prozess wegen Stalking-Verdachts fortgesetzt werden. Da er sich laut BGH ungerecht behandelt fühlte, legte er in einem Treppenhaus, in einem Gang und in mehreren Toiletten des historischen Altbauteils des Gerichts Feuer. Es kam demnach zu massiven Rauchgasentwicklungen und Verrußungen.
Die Feuerwehr verhinderte mit einem Großeinsatz die Ausbreitung des Brandes. Das Kriminalgericht musste aber komplett evakuiert werden und konnte erst Stunden später wieder freigegeben werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 26. April 2021 12:51 Uhr

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