Schlägerei der YouTuber: Dauerarrest verhängt

Schlägerei der YouTuber: Dauerarrest verhängt

Nach einer Massenschlägerei bei einem Treffen zweier YouTuber-Gruppen auf dem Alexanderplatz in Mitte ist ein 20-Jähriger zu einer Woche Dauerarrest verurteilt worden.

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Auf einem Smartphone ist das Logo von YouTube zu sehen. Foto: Franz-Peter Tschauner/Archivbild

Das Amtsgericht Tiergarten sprach ihn am Mittwoch der versuchten gefährlichen Körperverletzung schuldig. Der zweite Angeklagte, bei dem es sich um einen der beiden zerstrittenen Youtuber handelt, war nicht zur Verhandlung erschienen. Der 19-Jährige sei vor etwa zwei Wochen in Serbien festgenommen worden und befinde sich derzeit mit elektronischen Fußfesseln in Hausarrest, hieß es im Prozess.

Kontrahenten mit der Faust ins Gesicht geschlagen

Das Treffen am 21. März 2019 war laut Ermittlungen in den sozialen Netzwerken umfassend angekündigt worden. Am späten Nachmittag hätten sich etwa 300 Personen auf dem Alexanderplatz versammelt, so die Anklage. Der 19-Jährige habe dem aus Süddeutschland angereisten Kontrahenten «unvermittelt mindestens einmal mit der Faust in das Gesicht geschlagen». Das Gericht trennte das Verfahren gegen den jungen Mann nun zur gesonderten Verhandlung ab.

Etwa 100 Polizisten im Einsatz

Der Staatsanwalt sagte, auch der 20-jährige Angeklagte habe in einem Video aufgefordert, zu dem Treffen zu kommen. Es sei «an der Grenze zu Landfriedensbruch» gewesen. Auf einem anderen Video sei zu sehen, wie er einen Mann in den Schwitzkasten genommen habe, in dessen Richtung eine bislang unbekannte Person geschlagen habe. Es sei keine «Spaßveranstaltung» gewesen. Etwa 100 Polizisten waren im Einsatz.

Videoaufnahmen seien nicht eindeutig

Der 20-Jährige erklärte, an das damalige Geschehen könne er sich kaum erinnern. «Mein Gedächtnis ist nicht so gut», sagte der Angeklagte. Mit der Verabredung habe er nichts zu tun. Er wisse auch nicht, worum es in dem Konflikt der beiden YouTuber gegangen sei. Der Verteidiger sagte, auf Videoaufnahmen sei nicht zu erkennen, «wer wehrt sich und wer greift an». Der Staatsanwalt beantragte die Verhängung von zwei Wochen Dauerarrest gegen den 20-Jährigen. Der Verteidiger plädierte auf Freispruch. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 24. März 2021 13:02 Uhr

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