Diebstahl eines Goldnestes 2019

Diebstahl eines Goldnestes 2019

Knapp zwei Jahre nach dem Diebstahl eines künstlichen Vogelnestes aus Gold ist Anklage gegen einen 20-jährigen Mann erhoben worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Montag (15. März 2021) mit.

Blaulicht

© dpa

Ein Blaulicht leuchtet auf einem Polizeifahrzeug.

Der Verdächtige aus einem arabischstämmigen Clan soll in der Nacht auf den 15. Mai 2019 das Goldnest im Wert von 28 000 Euro aus einer Vitrine in einer Grundschule in Marzahn gestohlen haben. Mit mindestens einem Komplizen soll er durch ein Fenster in die Schule eingebrochen sein, die Glasvitrine aufgesägt und das Kunstobjekt mitgenommen haben. Gegen weitere Verdächtige gab es nicht genug Beweise für eine Anklage vor dem Jugendschöffengericht Tiergarten. Das knapp ein Kilogramm schwere Goldnest ist weiterhin verschwunden. Es dürfte, ebenso wie die 2017 gestohlene 100-Kilo-Goldmünze aus einem Berliner Museum, kurz nach der Tat eingeschmolzen worden sein.
Die Kriminalpolizei hatte nach dem Diebstahl des Goldnestes schnell zwei junge Kriminelle aus arabischstämmigen Clans im Verdacht - einer von ihnen ist jetzt angeklagt. Zuvor hatte es Hinweise auf eine Vorbereitung der Tat und eine interne Warnung bei der Polizei gegeben. Das Goldnest in der Glasvitrine war auch von außerhalb des Gebäudes gut für jeden sichtbar. Die Kripo durchsuchte dann zwei Wohnungen, ein Juweliergeschäft und ein Auto in Neukölln. Der Diebstahl sei auch «eine Machtdemonstration», sagte damals ein Vertreter der Staatsanwaltschaft.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 15. März 2021 16:16 Uhr

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