Fast 130 Kilogramm Marihuana gebunkert: Angeklagter schweigt

Fast 130 Kilogramm Marihuana gebunkert: Angeklagter schweigt

Weil er rund 130 Kilogramm Marihuana in einer Wohnung in Berlin-Charlottenburg gebunkert haben soll, muss sich ein 39-Jähriger vor dem Landgericht der Hauptstadt verantworten.

Justitia

© dpa

Eine goldfarbene Justitia-Figur.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann durch die Tat etwa 380 000 Euro erlangte. Zu Prozessbeginn am 04. Februar 2021 hat der Angeklagte zu den Vorwürfen geschwiegen. Die Anklage lautet auf unerlaubten Besitz von Betäubungsmitteln sowie Beihilfe zum Handel mit Drogen.
Der 39-Jährige soll im April 2019 mit neun gesondert verfolgten Komplizen agiert haben. Er habe laut Ermittlungen eine Wohnung angemietet, um Drogen zu lagern. «Zudem bewachte er die Betäubungsmittel», heißt es in der Anklage. Er und seine Mittäter hätten geplant, «sich durch An- und Verkauf von Betäubungsmitteln in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Berlin eine Einnahmequelle zu verschaffen». Bei einer Durchsuchung der Wohnung seien fast 130 Kilogramm Marihuana sowie 3700 Euro in bar sichergestellt worden.
Das Verfahren war im Zusammenhang mit Ermittlungen in einem anderen Verfahren gegen mutmaßliche Drogenhändler ins Rollen gekommen. Der 39-Jährige wurde schließlich in Belgien festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert. Für den Prozess sind zwei weitere Tage bis zum 2. März vorgesehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 4. Februar 2021 15:15 Uhr

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