Dresdner Juwelendiebstahl: Anklage braucht Zeit

Dresdner Juwelendiebstahl: Anklage braucht Zeit

Im Zusammenhang mit dem Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden ist nicht mit einer schnellen Anklage in den nächsten Monaten zu rechnen. «Das wird noch eine Weile dauern», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag (14. Januar 2021).

Dresdner Juwelendiebstahl

© dpa

Zwei Mitarbeiter der Spurensicherung stehen vor dem Residenzschloss mit dem Grünen Gewölbe hinter einem Absperrband.

Die Ermittlungen seien umfangreich, vor allem die Sichtung der vielen Speichermedien brauche Zeit. Nach der jüngsten Razzia in Berlin seien zudem weitere Beweismittel auszuwerten, darunter acht Handys.
Bei dem spektakulären Einbruch in das Schatzkammermuseum am 25. November 2019 hatten die Täter historische Schmuckstücke aus Diamanten und Brillanten von kaum schätzbarem Wert erbeutet. Knapp ein Jahr später nahm die Polizei in Berlin drei Verdächtige fest. Die 23 und 26 Jahre alten Männer gehören zur bekannten arabischstämmigen Remmo-Großfamilie. Zwei 21-jährige Zwillingsbrüder des Clans konnten damals entkommen. Einer davon war dann Mitte Dezember 2020 gefasst worden, nach dem anderen wird mit Hochdruck international gefahndet.
Bisher hat sich keiner der vier von insgesamt fünf dringend Tatverdächtigen in Untersuchungshaft geäußert. Ihnen werden schwerer Bandendiebstahl und Brandstiftung vorgeworfen. Zu der im November 2020 ausgelösten Fahndung gehen weiter vereinzelt Hinweise ein, mit Stand Dienstag waren es insgesamt 216. «Zielführend für die Festnahme war keiner davon», sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Von den gestohlenen Schmuckstücken aus dem 17. und 18. Jahrhundert fehlt noch immer jede Spur. Die Sonderkommission «Epaulette» arbeite mit Hochdruck an der Aufklärung des Falles, sagte er. «Wann mit einem Abschluss zu rechnen ist, kann derzeit nicht seriös gesagt werden.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 14. Januar 2021 13:28 Uhr

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