Juwelendiebstahl: Keine heiße Spur nach fünftem Verdächtigen

Juwelendiebstahl: Keine heiße Spur nach fünftem Verdächtigen

Nach der Festnahme eines vierten Verdächtigen im Fall des Dresdner Juwelendiebstahles suchen die Ermittler weiter fieberhaft nach dessen Zwillingsbruder. Es gebe noch keine heiße Spur, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, Jürgen Schmidt, am Mittwoch. «Doch wir sind weiterhin zuversichtlich, dass wir ihn mit Hilfe von Zielfahndern fassen». Das sind Spezialisten der Kriminalpolizei sowohl beim Bundeskriminalamt als auch bei den Landeskriminalämtern. Angaben, wo sich der 21-Jährige aufhalten könnte, wollte Schmidt aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen.

Dresdner Juwelendiebstahl

© dpa

Zwei Mitarbeiter der Spurensicherung stehen vor dem Residenzschloss mit dem Grünen Gewölbe hinter einem Absperrband.

Der Zwillingsbruder war am Montag in Berlin gefasst worden. Er wurde am Dienstag nach Dresden gebracht und sitzt dort mit drei weiteren Verdächtigen aus dem Clan einer arabischen Großfamilie in Untersuchungshaft. Mitglieder der Familie wurden auch für andere große Straftaten wie den Goldmünzen-Diebstahl aus dem Berliner Bode-Museum 2017 verurteilt.
Bislang habe sich keiner der vier verhafteten Männer im Alter von 21, 23, 23 und 26 Jahren zu den Vorwürfen geäußert, so die Staatsanwaltschaft. Es bestehe dringender Tatverdacht. Es gebe eine hohe Wahrscheinlichkeit der Verurteilung.
Am 25. November 2019 hatten mehrere Täter bei einem der spektakulärsten Einbrüche der vergangenen Jahrzehnte aus der berühmten Schatzkammer Grünes Gewölbe Juwelen mit kaum schätzbarem Wert gestohlen. Vermutungen und Spuren hatten schnell nach Berlin geführt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 16. Dezember 2020 15:16 Uhr

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