Anschläge in Neukölln: Zwischenbericht im Januar

Anschläge in Neukölln: Zwischenbericht im Januar

Zu der rechtsextremistischen Anschlagsserie in Berlin-Neukölln sollen die beiden eingesetzten Sonderermittler bereits im Januar einen ersten Zwischenbericht vorlegen. Der Abschlussbericht sei dann für das Frühjahr geplant, antwortete die Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus.

Die beiden Sonderermittler, die ehemalige Polizeipräsidentin in Eberswalde, Uta Leichsenring, und der frühere Bundesanwalt Herbert Diemer, begannen Anfang Oktober mit ihrer Arbeit. Unterstützt werden sie von sechs Beamten aus der Senatsinnen- und der Senatsjustizverwaltung.
Sie sollen die mindestens 72 Taten wie Brandstiftungen und Drohungen vor allem zwischen 2016 und 2018 erneut untersuchen, die gesamten Ermittlungen dazu prüfen und mögliche Fehler der Polizei herausarbeiten. Dabei geht es auch um die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Verfassungsschutz, mögliche Querverbindungen zu anderen rechtsextremistischen Taten in Neukölln und den Umgang mit den Opfern durch die Polizei. Die Polizei verdächtigt drei Männer aus der rechtsextremen Szene, kann ihnen aber nichts nachweisen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 4. Dezember 2020 14:55 Uhr

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