Prozess gegen Berliner Clanchef geht nach Zwangspause weiter

Prozess gegen Berliner Clanchef geht nach Zwangspause weiter

Der Prozess gegen einen Berliner Clanchef wird nach einer zweiwöchigen Zwangspause wegen einer Corona-Infektion von Rapper Bushido am Mittwoch (11. November 2020) fortgesetzt.

Rapper Bushido mit Mund-Nasen-Schutz

© dpa

Rapper Bushido mit Mund-Nasen-Schutz

Dem Clanchef wird vor dem Landgericht der Hauptstadt unter anderem versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Drei seiner Brüder sind als Gehilfen oder Mittäter angeklagt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es zu Straftaten gekommen sei, nachdem Bushido 2017 die Geschäftsbeziehungen zu dem Clanchef aufgelöst habe. Arafat A.-Ch. habe dies nicht akzeptieren wollen und von Bushido eine Millionenzahlung sowie die Beteiligung an dessen Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert. Der Musiker soll bedroht, beschimpft, eingesperrt und mit einer Wasserflasche sowie einem Stuhl attackiert worden sein.

Bushido: «Nehmt die Sache ernst und achtet auf eure Mitmenschen.»

Bushido hatte seine Infektion vor zwei Wochen öffentlich gemacht. «Auch wenn ich alle Vorgaben sehr ernst genommen habe, habe ich heute einen positiven Corona-Test erhalten», schrieb der 42-Jährige in einer Instagram-Story auf seinem Account. Er habe Symptome. «Nehmt die Sache ernst und achtet auf eure Mitmenschen», so der Rapper. Seine Zeugenaussage im Prozess musste wegen der Infektion unterbrochen werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 11. November 2020 08:40 Uhr

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