Bischöfe, Imam und Rabbiner bei Gedenken an Terroropfer

Bischöfe, Imam und Rabbiner bei Gedenken an Terroropfer

Nach den islamistischen Terroranschlägen der vergangenen Wochen sind Vertreter mehrerer Religionen am Freitag in Berlin zu einem Gedenken zusammengekommen. Zu der Friedenskundgebung vor der österreichischen Botschaft hatte der Zentralrat der Muslime in Deutschland eingeladen. Rote Kerzen standen auf dem Boden vor der Botschaft.

Eine Person legt eine weiße Rose nieder

© dpa

Eine Person legt eine weiße Rose nieder.

Führende Vertreter von Christen, Juden und Muslimen legten weiße Rosen nieder, wandten sich gegen Terror und Extremismus und forderten ein friedliches Zusammenleben aller Menschen. Auf einem Schild stand ein Zitat aus dem Koran: «Wer ein menschliches Wesen tötet, so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte.»
Teilnehmer waren unter anderem der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein, der katholische Erzbischof Heiner Koch, Imam Taha Sabri von der Neuköllner Begegnungsstätte und Rabbiner Andreas Nachama, Vorsitzender der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschland.
In den vergangenen Wochen hatte es mehrere islamistische Terroranschläge gegeben: In Dresden wurden am 4. Oktober zwei Männer mit Messerstichen angegriffen, einer von ihnen starb; in einer Kirche in Nizza tötete ein Terrorist drei Menschen; in Paris ermordete ein islamistischer Terrorist brutal einen Lehrer, der Karikaturen des Propheten Mohammed gezeigt hatte. Am Montag schließlich erschoss ein 20-jähriger Anhänger der radikalislamistischen Terrormiliz IS in Wien vier Menschen. Ein Dutzend weitere Menschen wurde verletzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 6. November 2020 17:23 Uhr

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