Clanchef-Prozess wegen Bushidos Coronainfektion unterbrochen

Clanchef-Prozess wegen Bushidos Coronainfektion unterbrochen

Der Prozess gegen einen Berliner Clanchef ist wegen der Corona-Infektion von Bushido kurzfristig unterbrochen worden. Der Rapper ist in dem Verfahren mutmaßliches Opfer und Nebenkläger.

Bushido im Gericht

© dpa

Rapper Bushido sitzt im Gerichtssaal.

«Der heutige Termin am Landgericht ist aufgehoben», sagte eine Sprecherin des Landgerichts der Hauptstadt. Jetzt wolle man mit Gesundheitsamt und Arbeitsmedizinischem Zentrum das weitere Vorgehen besprechen. Offiziell sei die zuständige Strafkammer des Landgerichts am Morgen darüber unterrichtet worden, dass ein Verfahrensbeteiligter positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

Bushido: «Nehmt die Sache ernst und achtet auf eure Mitmenschen.»

Bushido hatte am Dienstagabend (27. Oktober 2020) seine Infektion mitgeteilt. «Auch wenn ich alle Vorgaben sehr ernst genommen habe, habe ich heute einen positiven Corona-Test erhalten», schrieb der 42-Jährige in einer Instagram-Story auf seinem Account. Er habe Symptome. «Nehmt die Sache ernst und achtet auf eure Mitmenschen», so der Rapper.

Anklage: Versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung

Am Montag war die Befragung von Bushido im Prozess gegen Clanchef Arafat A.-C. und drei seiner Brüder fortgesetzt worden. Dem Clanchef wird unter anderem versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Drei seiner Brüder sind als Gehilfen oder Mittäter angeklagt. Es sei zu Straftaten gekommen, nachdem Bushido 2017 die Geschäftsbeziehungen aufgelöst habe.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 28. Oktober 2020 09:01 Uhr

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