Zwei Männer vor Gericht: Schmuggel von Marihuana nach Berlin

Zwei Männer vor Gericht: Schmuggel von Marihuana nach Berlin

Fast eine Tonne Marihuana soll auf Veranlassung eines 36-Jährigen bei fünf Fahrten von Spanien nach Berlin geschmuggelt worden sein. Sechs Monate nach seiner Festnahme hat am Dienstag (08. September 2020) der Prozess gegen den mutmaßlichen Drogenhändler begonnen.

Richterhammer auf Richtertisch

© dpa

Auf der Richterbank liegt am ein Richterhammer aus Holz.

Mitangeklagt wegen Beihilfe ist ein 63-Jähriger, weil er beim Entladen der Fracht in Berlin geholfen haben soll. Ob sich die Männer zu den Vorwürfen äußern werden, blieb am ersten Verhandlungstag zunächst offen. Der 36-Jährige, der in der Hauptstadt als Geschäftsführer tätig war, soll im März 2019 einen Lastkraftwagen aus Spanien mit rund 200 Kilogramm Marihuana erwartet haben. Die Drogen seien in Zucchini-Kisten versteckt gewesen. «Er hatte sich zuvor mit mehreren nicht identifizierten Mittätern zusammengeschlossen, um fortlaufend Marihuana im Kilogrammbereich versteckt in Lastkraftwagen aus Spanien nach Deutschland einzuschmuggeln», heißt es in der Anklage.

Über 600 Kilogramm Marihuana geschmuggelt

Vier weitere Schmuggelfahrten soll es laut Anklage bis Oktober 2019 gegeben haben. Im April oder Mai 2019 sei Marihuana zwischen angeschimmelten Mandarinen in der Hauptstadt eingetroffen. Wieder habe es sich um etwa 200 Kilogramm gehandelt. Einen Tag später seien versteckt zwischen Schokotalern auf vier Paletten erneut rund 200 Kilogramm Marihuana geliefert worden. Schließlich seien im Oktober 2019 im Tank einer Zugmaschine Drogen eingeschmuggelt und zu einem Lager im Stadtteil Spandau gebracht worden. Der ältere Angeklagte werde sich möglicherweise an einem der kommenden Verhandlungstage zu den Vorwürfen äußern, hieß es am Rande. Der Prozess, für den 25 weitere Tage bis Mitte Dezember vorgesehen sind, wird am 10. September fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 8. September 2020 16:44 Uhr

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