Zivilpolizisten stoppen Koks-Taxi: Zwei Festnahmen

Zivilpolizisten stoppen Koks-Taxi: Zwei Festnahmen

Zivilpolizisten haben in Mitte ein sogenanntes Koks-Taxi gestoppt und zwei Verdächtige festgenommen. Die Fahnder beobachteten am Mittwochabend in der Fehrbelliner Straße einen Mann, der aus seinem Auto mutmaßlich Rauschgift verkaufte, wie die Polizei am 03. September 2020 mitteilte.

Blaulicht auf einem Polizeiwagen

© dpa

Ein Blaulicht der Polizei leuchtet auf.

Die Polizisten kontrollierten demnach zuerst den 26 Jahre alten Käufer - und fanden bei ihm Drogen. Weitere Zivilfahnder stoppten einige Straßen weiter den Wagen des mutmaßlichen 25-jährigen Verkäufers. Dort fanden sie: Marihuana und Kokain, Bargeld und ein Messer. Bei dem 26 Jahre alten Beifahrer, der zunächst zu flüchten versuchte, wurden zwei Handys, weitere Drogen, Bargeld und eine Feinwaage entdeckt. Die beiden Verdächtigen wurden festgenommen, ihre Wohnungen durchsucht. Auch dort wurden Drogen und Bargeld gefunden. Der Wagen des 25-Jährigen wurde sichergestellt. Gegen die beiden wird wegen Drogenhandels ermittelt.
Marihuana, Kokain und Amphetamin-Pillen werden in Großstädten seit Jahren von Kunden auch über das Internet bestellt und von den Dealern in unauffälligen Kleinwagen ausgeliefert. Das Rauschgift wird mit Code-Bezeichnungen unter anderem in bestimmten Kanälen des Messengers Telegram angeboten. Vor zwei Wochen begann in Berlin der Prozess gegen acht Männer im Alter von 19 bis 39 Jahren wegen bandenmäßigen Drogenhandels. Sie sollen in rund drei Monaten mittels der sogenannten Koks-Taxis etwa 15 000 Euro kassiert haben. Zwei der Angeklagten sollen zu einer Clan-Familie gehören.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 3. September 2020 14:56 Uhr

Weitere Polizeimeldungen