Unerlaubt Waffen erworben: Angeklagter gesteht

Unerlaubt Waffen erworben: Angeklagter gesteht

Weil er mehrere Pistolen und Gewehre ohne eine waffenrechtliche Erlaubnis erworben und bei von ihm veranstalteten «Schießevents» eingesetzt haben soll, steht ein 46-Jähriger vor dem Berliner Landgericht.

Berliner Landgericht

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Dem Mann werden 21 Taten zur Last gelegt. Mitangeklagt ist ein registrierter Waffenhändler, der dem 46-Jährigen regelmäßig Waffen überlassen haben soll. Beide Männer legten zu Beginn des Prozesses am Montag (10. August 2020) Geständnisse ab.
Der 46-jährige Geschäftsmann erklärte, er habe 2014 seine ersten «Schießevents» in Berlin und Brandenburg gemeinsam mit einer Frau veranstaltet. Über sie habe eine Erlaubnis für den Erwerb und Besitz von Schusswaffen vorgelegen. Ihr Vater sei Waffenhändler gewesen. Nach einem Zerwürfnis habe er seine Waffen bei dem Mitangeklagten eingelagert, so der 46-Jährige. Für Veranstaltungen seien sie ordnungsgemäß zum Schießstand transportiert, an Teilnehmer gegeben und anschließend wieder abgeholt worden. Es treffe auch zu, dass er an zwei Personen verkauft habe. «Ihnen wurden die Waffen aber nicht außerhalb eines Schießstandes überlassen.»
Der mitangeklagte Waffenhändler sagte, er habe nicht kontrolliert, ob der 46-Jährige tatsächlich im Besitz einer Waffenerlaubnis war. «Er kam eines Tages mit einem Haufen Waffen und wollte, dass ich sie für ihn einlagere», so der 55-Jährige. Weil die Pistolen und Gewehre für legale «Schießevents» zuvor bei einem anderen Waffenhändler lagerten, seien ihm keine Bedenken gekommen. Der Prozess um Verstöße gegen das Waffengesetz wird am 17. August fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 10. August 2020 15:14 Uhr

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